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Fünf Thesen zur gemeinsamen Gemeindeleitung

1. Jesus hat den Seinen geboten, sich in Liebe und gegenseitigem Dienen zu unterstützen. Darum kann eine Kirchgemeinde sich nicht mit einer hierarchischen Leitung begnügen, die sie aus der militärischen oder wirtschaftlichen Kultur übernimmt.

2. Angeregt durch die Erkenntnisse Calvins und inspiriert durch die Strukturen der frühchristlichen Gemeinden, setzte sich in den reformierten Kirchen das Modell der gemeinsamen Gemeindeleitung durch.

3. Das Krisen- und Minimal-Modell der gemeinsamen Gemeindeleitung - wie es die schweizerischen reformierten Kirchenodrnungen vorsehen - besteht aus einer doppelten Struktur:
gemeinsame Leitung in Bezug auf das Gemeindeleben;
hierarchische Struktur in Bezug auf die personalrechtlichen Belange (Graphik 11).

4. Heute genügt ein ungeklärtes "gemeinsam" nicht mehr. Es muss differenziert werden. In gemeinsamen Absprachen müssen Kirchgemeinderat und Ordinierte abmachen, was sie gemeinsam und was sie ressortbezogen leiten wollen. Dazu soll (Graphik 9) helfen.

5. Wenn der Heilige Geist wirkt, wo er will (Joh 4), und die Gemeinde als Leib Christi aus verschiedenen Gliedern besteht, die einander gleichberechtigt zugeordnet sind (1. Kor 12), muss sich eine Kirchgemeinde um eine Kultur der Zusammenarbeit im freien Zusammenspiel der Sachkompetenzen und Gaben bemühen (Graphik 12). Das ist die effizienteste Form der Gemeindeleitung. Durch diese zeichnen sich alle gut geleiteten Organisationen aus.